Bäda – wie alles begann:

Zum ersten mal hielt ich im zarten Alter von vier Jahren einen Bass in der Hand. Es war, als ich bei einer Bootsfahrt auf dem Starnberger See über Bord fiel und mir ein mitleidiger Musiker seinen nagelneuen Fender Jazzbass zuwarf. Das Teil war natürlich sauschwer und traf mich genau am Jochbein. Trotzdem klammerte ich mich daran, als ob es um mein Leben ginge und wurde von ihm in die Tiefe gerissen. So übte ich auf dem Grund des Sees meine ersten Griffe und Triolen. Was hätte ich auch sonst machen sollen, während ich auf Hilfe wartete. Außerdem fand sich alsbald ein breites Publikum ein, welches aus allerlei Fischen, Krebsen, König Ludwig und wasweisichnochalles bestand. Obwohl ich unplugged spielte und die Saiten nicht mehr die Besten waren, schien es allen zu gefallen. Als ich nach ca. 15 Minuten gerettet wurde, klammerte ich mich dermaßen an meinem neuen Instrument fest, dass später in der Klinik sogar erwogen wurde, es operativ zu entfernen. Meine Eltern lehnten das jedoch ab, gaben dem Musiker 200 Mark und sagten ihm, er solle sich zum Teufel scheren. Von dem Geld kaufte er sich jedoch keinen neuen Bass, sondern beendete sein Studium und wurde später Bundeskanzler. Wir hätten ihm sein Instrument vielleicht doch zurückgeben sollen. Für mich waren die Themen Basspielen und Tauchen jedoch erst einmal erledigt. Als ich 26 Jahre später erstmals das Nasse Element in Form einer gefüllten Badewanne und in Begleitung einer bezaubernden Blondine wieder „betrat“, fragte mich diese nach dem Wiederauftauchen, ob ich denn auch mit einem Musikinstrument spielen könne. Und da war es plötzlich, dieses Gefühl wieder auf der Bühne stehen zu müssen. Aber diesmal nicht für den König und ein paar Fische sondern für Gott und die Welt! So wurde ich zum Mitbegründer einiger Bands, was jedoch nicht ganz einfach war, denn so unmusikalische Mitstreiter zu finden, die mich nicht gleich in Grund und Boden spielten, erwies sich als problematisch. Der langersehnte Erfolg blieb leider aus, bis ich zusammen mit Harry dieses Projekt mit dem Namen Rock-Ballast ins Leben rief, aus dem später SchädlwäH wurde. Ein Gig nach dem Anderen, geplante CD-Veröffentlichungen, fürchterliche Kater nach den Proben, das war es, wovon ich so lange geträumt hatte. Nur die Groupies bleiben bislang aus! Bewerbungen mit aussagefähigem Bild bitte an mail@schaedlwaeh.de. Tja, nun werde ich wohl ein Star, es lässt sich offensichtlich nicht vermeiden. Ich plane auch einen „Memorial-Gig“ im Starnberger See. Diesmal aber mit Taucherausrüstung! Ludwig, ich komme wieder und ich bringe auch meine Kumpels mit!

Harry - Martin - Andi - Sepp